Schülerparlament

Qualitätstableau NRW; Inhaltsbereich Schulkultur (3.2; 3.2; 3.3)
Schülerpartizipation an der Astrid-Lindgren-Schule.
Individuelle Fragen, Wünsche, Ideen und Probleme der Schülerinnen und Schüler
finden an der ALS Gehör und Unterstützung. Verschiedene demokratische Gremien bilden die Grundlage, in denen die Belange der Schülerinnen und Schüler, die die Schule in ihrer Ganzheit betreffen, nach verabredeten, einheitlichen Strukturen diskutiert und gemeinsam, ggf. zur Vorlage in weiteren schulischen Gremien, entschieden werden.
Grundlage der Schülerpartizipation an der Astrid-Lindgren-Schule ist der Klassenrat.
Der Klassenrat ist eine frühe Möglichkeit zum Erlernen demokratischen Handelns und erfüllt die Forderungen der Demokratiepädagogik, Schule als demokratische
Lebensform zu verstehen. Der Klassenrat gibt Gelegenheit zum sozialen und moralischen Lernen und zum Ausleben der Kinderrechte. Die Schülerinnen und Schüler übernehmen Verantwortung in und für ihre Klassengemeinschaft, diesess stärkt ihre Persönlichkeit, fördert die Entwicklung einer Konfliktkultur und trägt zu gegenseitiger Achtung bei.
Mit den Zielen (1) aktives demokratisches Mitwirken am Schulgeschehen zu
ermöglichen und (2) kindliche Entscheidungen zur aktiven Gestaltung des Schullebens zu nutzen, haben wir in der Astrid-Lindgren-Schule zum Schuljahr 2024/25 das Schülerparlament eingeführt.
Das Schülerparlament dient als Bindeglied zwischen Schülerschaft und Kollegium.
Es unterstützt die Selbstbestimmung der Schülerschaft, indem zu schulischen Themen Stellung bezogen wird und aktiv Handlungsvorschläge entwickelt und dargestellt werden.
Im Schülerparlament werden Projekte innerhalb der Schulgemeinschaft initiiert und geplant, um sichtbar am Schulleben mitzuwirken und „der Schülerstimme“ Gehör zu verleihen.
Durch die Mitwirkung im Schülerparlament erfahren die Schülerinnen und Schüler erste demokratische Handlungsprozesse und beteiligen sich an Entscheidungen und Durchführungen. Dadurch werden auch die Konfliktfähigkeit und die Selbstreflektion gefördert, sowie die Teamfähigkeit nachhaltig gestärkt.
Durch aktives Handeln im Schülerparlament nehmen die Schülerinnen und Schüler ihr Kinderrecht auf Mitbestimmung wahr. Sie leisten durch ihre demokratisch herbeigeführten Entscheidungen einen wesentlichen Beitrag zur Gestaltung des Schullebens. Sie erlernen und erleben parlamentarisch-demokratische Grundregeln und können sich auf eine mündige Teilhabe in einer demokratischen Gesellschaft ab ihrem ersten Schuljahr in der Astrid-Lindgren-Schule vorbereiten.
Die Schülerinnen und Schüler übernehmen echte Verantwortung und sammeln
grundlegende Erfahrungen von Selbstwirksamkeit. Das trägt zu gegenseitiger Achtung bei, fördert die Entwicklung einer Konfliktkultur und stärkt die Persönlichkeit. Durch eine stärkere Identifikation mit der Schule kann auch das Schulklima nachhaltig verbessert werden.
Das Konzept dahinter:
Mitglieder des Schülerparlamentes sind die gewählten Klassensprecher der Stufen 1 (ab dem 2. Schulhalbjahr), 2, 3, 4 und ggf. der/die OGS-Gruppensprecher/in.
Sie sind direkte Ansprechpartner für die Schülerschaft und nehmen die Themen, die an sie herangetragen werden, mit in die Parlamentssitzungen.
Themen, die bei diesen Treffen behandelt werden, können von der Schülerschaft,
aber auch von der Erwachsenen (Elternschaft, Kollegium, Schulleitung) eingebracht werden.
Kleinere Anliegen der Schülerinnen und Schüler (Toilettenregeln, Verhaltensregeln an den Pausenspielgeräten) können schnell umgesetzt werden, für größere Anliegen (Aufstellen neuer Schulregeln, Anschaffungen für den Schulhof) bedarf es längerer Diskussionen, die Beteiligung aller schulischer Gremien und ggf. weiterer Wege über die Schule hinaus.
Die Sitzungen werden pädagogisch begleitet und durch eine Lehrkraft unterstützt.
Das Schülerparlament ist das höchste beschlussfassende Gremium der Schülerinnen und Schüler an unserer Schule.
In den Parlamentssitzungen diskutieren die Mitglieder über relevante Probleme und Anliegen, suchen gemeinsam nach Lösungen, fassen Beschlüsse und tragen diese zur Abstimmung und weiteren Bearbeitung in die schulischen Entscheidungsgremien Lehrerkollegium und Schulkonferenz.
Die Schülerparlamentssitzungen finden alle 2 – 4 Wochen statt. Zu jeder Sitzung soll zukünftig auch ein Protokoll angefertigt werden. Es gelten folgende Regeln:
Im Schülerparlament …
1. .. lassen wir einander ausreden,
2. .. hören wir einander zu,
3. .. melden uns, wenn wir etwas sagen möchten,
4. .. respektieren wir unsere Meinungen,
5. .. nehmen wir unsere Rolle als Mitglied des Schülerparlamentes ernst,
6. .. arbeiten wir aktiv mit,
7. .. informieren wir unsere Klassen zeitnah und zuverlässig über unsere Arbeit im
Parlament (Themen, Beschlüsse, …)
Der Klassenrat, der Gruppenrat der OGS und das Schülerparlament basieren auf
verabredeten, einheitlichen Strukturen. Mit zunehmender Erfahrung leiten die Kinder selbst eigenverantwortlich ihre Klassenrats- und Gruppenratssitzungen, die einmal wöchentlich stattfinden. Die Leitung der Sitzungen liegt zunehmend in Kinderhand, bei der die Erwachsenen bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützen, helfen und ggf. im Sitzungsverlauf strukturierend eingreifen.