Projekttage/ Sprachcamp



Sprachcamp 2014

„Die Heinzelmännchen zu Köln und

die Heinzelmännchen der Astrid-Lindgren-Schule“

 

Auch 2014, zum dritten Mal in Folge, führte die Astrid-Lindgren-Schule ein Sprachcamp während der Osterferien durch. Schulkinder aus den 2. bis 4. Schuljahren und sechs Erwachsene verbrachten vier Tage diesmal im Haus St. Ludger in Dahlem-Baasem in der Eifel.

Die Kinder arbeiteten hochmotiviert und mit viel Lernfreude an der bekannten Textvorlage von August Kopisch „Die Heinzelmännchen zu Köln“. Es wurde gesungen, gehandwerkelt und genäht, so wie es die Heinzelmännchen auch gemacht haben. Und es wurde natürlich sprachlich gearbeitet: Die Kinder kannten nicht nur den deutschen Grundtext, sondern sie haben sich ebenso mit dem Heinzelmännchentext in ihren Herkunftssprachen wie etwa persisch, hocharabisch, türkisch, kurdisch, polnisch, französisch, russisch, englisch, spanisch, rumänisch oder lingala auseinandergesetzt. Ob im Erzähltheater oder bei einem Lesekonzert, bei der kreativen Erarbeitung einzelner Strophen oder in der musikalisch-rhythmischen Gestaltung – stets konnten sich die Kinder mit voller Begeisterung dem anspruchsvollen Text widmen und eigene Sprachkenntnisse erweitern, vertiefen und sich ausprobieren. Spiel- und Bewegungsangebote auf dem riesengroßen Außengelände der Familienferienstätte St. Ludger sowie das kleine hauseigene Schwimmbad rundeten die erlebnisreichen Tage ab.

Danke an alle, die das ermöglicht haben!

 

Mit Pettersson und Findus in der Eifel


Auch in diesem Jahr fand wieder während der Osterferien unser
2. Sprachcamp statt.

31 Schülerinnen und Schüler aus den zweiten bis vierten Schuljahren verbrachten vier Tage in der Jugendherberge Finkenberg in Blankenheim, um auf kreative und spielerische Weise ihre Deutschkenntnisse zu erweitern und zu vertiefen.

 

Die Schülerinnen und Schüler konnten sich auf verschiedene Weise den Abenteuern von Pettersson und Findus, den Helden der Bilderbücher von Sven Nordqvist, nähern: während die eine Gruppe mit Frau Kaperlat-Fuß das tolle Außengelände der Jugendherberge nutzte, um dort aus Ästen und Stöcken ein Haus für Findus zu bauen (sogar an einen Notausgang wurde gedacht!), zeichneten, malten und bastelten andere Kinder mit Frau Korn einen Comic zum Thema „Wie Findus zu Pettersson kam“. Die dritte Gruppe näherten sich mit Frau Sommer dem Thema auf musikalische Art: es wurde gesungen, auf Trommeln und Bongos gespielt und  selbst bemalte Holzlöffel wurden zu Musikinstrumenten umfunktioniert.

 

Das waldreiche Außengelände des Jugendhofes lud zu ausgiebigen Spaziergängen ein: wild lebende Rehe wurden gesichtet und sogar die Spuren von Wildschweinen haben wir entdecken können.


An einem der Abende rösteten alle gemeinsam Stockbrot (den Teig hatten wir vorher selbst vorbereitet) am Kamin der Grillhütte und tranken dazu frisch aufgebrühten marokkanischen Pfefferminztee – einfach köstlich!

 

Apropos köstlich: das Essen, das in der Küche des Finkenberg-Hofes täglich zubereitet wurde, ist sehr gut bei uns allen angekommen. Vielen Dank dafür an die freundlichen Köchinnen und Köche!

 

Ein weiteres Erlebnis war unser Spaziergang in das Heimatmuseum in Blankenheim. Dort konnten wir endlich Rehkitze, Wildschweine, Füchse und andere wilde Tiere ganz aus der Nähe betrachten. Ganz ohne Scheu standen sie da und liefen gar nicht weg: sie waren nämlich ausgestopft.
Wie die Menschen früher auf dem Lande lebten, erfuhren wir auch und staunten darüber, wie mühsam  die alltäglichen Arbeiten einmal waren, wie z.B. die Herstellung von Butter. Nicht so hart arbeiten dagegen mussten die Grafen, die früher auf der Burg Blankenheim wohnten. Schon seit über 900 Jahren thront die Burg über dem kleinen, alten Ort mit seinen schönen Fachwerkhäusern und den engen Gassen.


Bevor wir wieder den beschwerlichen Weg bergauf in den Jugendhof antraten, spendierte Frau Kaperlat-Fuß uns allen noch ein Eis!

 

Am letzten Abend stellte jede Gruppe ihre Ergebnisse den anderen Kindern vor. Anschließend tanzten wir auf die heißen Rhythmen, die Frau Hammout und Frau Bouchquif auf den Trommeln darboten.

 

Irgendwie war der Aufenthalt in Blankenheim viel zu kurz und obwohl sich die Kinder auch wieder auf zu Hause freuten, so waren sich doch alle einig, dass wir eine sehr schöne Zeit zusammen hatten…

 

Wir möchten uns bei allen Sponsoren, die uns diese Fahrt ermöglicht haben, herzlichst bedanken!

 

(ko)

Unser erstes Sprachcamp 


„1941 lag meine 7-jährige Tochter Karin mit einer Lungenentzündung im Bett. Jeden Abend, wenn ich an ihrem Bett saß, quengelte sie auf typisch kindliche Art: „Erzähl' mir was!" Und als ich sie eines Abends ziemlich erschöpft fragte: „Was soll ich dir denn erzählen?", da antwortete sie: „Erzähl' mir was von Pippi Langstrumpf!" Sie hatte den Namen gerade in dem Augenblick erfunden. Ich fragte sie nicht, wer Pippi Langstrumpf war, sondern fing einfach an zu erzählen." (Astrid Lindgren, 2002)

 

Diese Anekdote über die Entstehung des wohl bekanntesten Kinderbuches Astrid Lindgrens ist nur eine von vielen, die die Kinder über die Namensgeberin ihrer Schule während des ersten Sprachcamps erfahren konnten.

 

Rund 32 Kinder aus allen vier Schuljahren und vorwiegend mit Migrationshintergrund nahmen an der Projektwoche in den Osterferien teil.

Vom 2. bis zum 5. April standen neben Pippi Langstrumpf auch Ronja Räubertochter, Michel aus Lönneberga und Kalle Blomquist, der Meisterdetektiv auf dem Programm.

 

Ziel des Sprachcamps war es, in entspannter Atmosphäre und in spielerischer Weise die Sprach-, Lese- und Erzählkompetenzen der Kinder zu fördern.

 

Nachdem sich zu Beginn des Projekts jedes Kind für eines der Bücher entschieden hatte, trafen sich die vier Gruppen täglich, um gemeinsam zu lesen, zu diskutieren und zu mutmaßen, wie die jeweilige Geschichte wohl weitergehen könnte. Es war schön zu beobachten, wie sich alle Kinder – auch die, die sich im Unterricht sonst eher zurückhaltend und still präsentierten - an den Gesprächen beteiligten.

 

Während Kalle Blomquists „Kollegen" im Internet dem Leben und Wirken Astrid Lindgrens auf der Spur waren, nach dem Rezept für die köstlichen Zimtwecken recherchierten und knifflige Schnitzeljagden auf dem Schulgelände organisierten, bauten Pippi Langstrumpfs Freundinnen und Freunde auf dem Schulhof ein großes Insektenhotel, bastelten kleine Schatzkisten für ihre Fundstücke und lernten, sich so phantasievoll fortzubewegen wie Pippi.

 

Ronjas „Räubertöchter" bauten sich eine kuschelige Lesehöhle, filzten kleine Decken, „um zu sehen, wie die alten Leute so gelebt haben" und lernten noch ein paar neue Schimpfwörter dazu: „Zum Donnerdrummel" hört man seitdem nun öfter an unserer Schule.

 

Auch die Fans von „Michel aus Lönneberga" wissen nun, welche Streiche zu früheren Zeiten gespielt wurden. Außerdem kneteten die Kinder Figuren aus dem Buch, malten und lernten einiges über Michels Heimat.

 

Am Ende des Projekts konnten alle Gruppen stolz über das, was sie erlebt, gelernt und erarbeitet hatten, berichten. Einige der Kinder bedauerten, dass es der letzte Tag war und freuten sich bei Pizza und Eis schon auf das Sprachcamp im nächsten Jahr.

 

Dass wir alle so konzentriert und gut in unserem Projekt arbeiten konnten, lag vor allem auch an der Unterstützung der vier Mütter, die nicht nur für das leibliche Wohl aller Teilnehmenden gesorgt haben. Ohne sie hätte das Sprachcamp in dieser Form nicht stattfinden können.
Einen ganz herzlichen Dank dafür!

 

Hej då bis zum nächsten Mal!
(ko)

 

Informationen über Astrid Lindgren im Netz:

www.astrid-lindgren.de
www.efraimstochter.de



„Liebe Leute,

das Sprachcamp war eine tolle Idee. Wir haben ein Buch gelesen, das hieß „Kalle Blomquist“ und haben ein Hörspiel von „Kalle Blomquist“ gehört. Es gab sogar Mittagessen und Nachtisch. Aber das war noch nicht alles: wir haben gebastelt, gespielt sogar, wir sind in die Turnhalle gegangen. Ich fand’s toll. Ich wünschte, ich könnte nochmal dahin, aber ich gehe ja auf eine weitere Schule. Ich würde es jeden empfehlen.“                       
Leyla, 4b

 

„Ich fand das Sprachcamp toll. Da haben wir gespielt, viel entdeckt und vieles mehr. Wir haben auch alle zusammen Mittag gegessen und am meisten hat mir der Donnerstag gefallen, weil es da Pizza gab und als Nachtisch gab es Eis. Das war lecker!“                              
Mohamed, 4a

 

„Im Sprachcamp war alles sehr gut. Die Lehrer und die Mütter waren nett. Das Essen war so gut, dass man schon eine dritte Portion essen soll. Wir haben auch viele Bücher durchgearbeitet. Dazu haben wir über Astrid Lindgren Informationen gefunden. Manche haben auch ein Zimtweckenrezept gefunden. Ein Buch namens Kalle Blomquist hat mir gut gefallen. Ich empfehle das Sprachcamp.“
Sami, 4b

 

„Das Sprachcamp war super. Am besten war der letzte Tag und der erste Tag. Am ersten Tag durften wir an den Computer und mussten über Astrid Lindgren recherchieren. Und als Mittagessen gab es marokkanische Suppe. Am letzten Tag sind wir in die Turnhalle gegangen. Am letzten Tag gab es Pizza und zum Nachtisch Eis. Nach dem Essen mussten die verschiedenen Gruppen erzählen, was sie in den vier Tagen über Astrid Lindgren recherchiert haben. Das war toll.“   
Oualid, 4b

 

„Am Montag beim Sprachcamp waren wir in der Turnhalle. Wir haben eine Burg gebaut. Wir haben da drin gelesen und geredet über Ronja und ihre Erlebnisse. Am Dienstag waren wir in den OGS und haben da auch eine Burg gebaut. Wir haben da viel zusammen erlebt. Am letzten Tag haben wir gefilzt, um zu sehen, wie die alten Leute so gelebt haben. Am Sprachcamp hat es mir viel Spaß gemacht und ich hatte Interesse dabei, was wir alles erlebt haben.“                 Fatima, 4b

 

„Liebe Eltern und Kinder, in dieser Osterferien in der ersten Woche hatte ich Sprachcamp. Das war schön, weil haben da getanzt, gespielt, gekocht, vieles entdeckt, gelernt und wir hatten vier Präsentationen gehabt. Und wir hatten vier Bücher zu lesen: Michel, Ronja Räubertochter, Pippi Langstrumpf und Kalle Blomquist. Eltern und liebe Kinder, ihr wird da Spaß haben! Viele Grüße, Piramila,

 

„Im Lesecamp gab es jeden Tag immer leckeres Essen und Nachtisch. Alle Lehrer dort waren nett, genauso wir die Mütter, die jeden Tag für uns gekocht haben.
Das Buch, das wir gelesen haben, hieß Kalle Blomquist , das war ein spannendes Detektivbuch. Und es gab verschiedene Gruppen. Irgendwann hatten die Mädchen in unserer Gruppe die Idee, dass sie eine Schnitzeljagd sich ausdenken und wir durften sie machen. In meinder Gruppe waren Nuredin, Oualid, Umut, Sami, ich Faris, Mohamed, Leyla, Erona, Ahlam.
Wenn ich könnte, würde ich nochmal dahin gehen.“
Faris, 4b

 

"Ich fand das Ostercamp toll, weil wir viele Spiele gespielt haben. Wir haben auch über Astrid Lindgren im Internet recherchiert. Und manche Kinder haben Eier angemalt. Am letzten Tag gab es zum Essen Pizza und zum Nachtisch gab es Eis. Zum Schluss haben alle gruppen ihr Buch vorgestellt, mein Buch hieß Kalle Blomquist. Mir hat es sehr gefallen."
Umut, 4b